medizinischer Hintergrund

Faszien - unser natürliches Kommunikationssystem im Körper

 

Jeder von uns kennt das Bild, wenn wir einen Stein in ein stilles Wasser werfen. Unzählige, kreisrunde Wellen breiten sich aus, weiter und immer weiter, bis der ganze See durchströmt ist von dieser einen Bewegung.

 

 

Diese Wirkung entsteht durch einen einzigen Bowen-Griff in unserem Körper, da unser Körper zu mindestens 75% aus Wasser besteht. Die Kommunikationswege, über die sich die Wellen des Bowen-Griffs fortbewegen nennen wir Faszien.


Faszien  – hauchdünne, zähe, weißliche Häute aus Bindegewebe – hat jeder schon einmal gesehen, wenn er zum Beispiel ein Hühnchen zum Braten vorbereitet hat.

 

Sie umhüllen und verbinden Muskeln, Knochen, Nerven, Organe und Zellen und ermöglichen ihnen, in freier Bewegung aneinander entlang zu gleiten.

 

Wie ein durchgängiges Netz erstrecken sie sich vom Kopf bis zu den Zehen und bilden das größte Gewebesystem im Körper.

 

Faszien bestehen hauptsächlich aus Kollagenfasern. Diese Fasern sind kleine, hohle Kanäle, die mit einer sehr feinen Flüssigkeit gefüllt sind, die der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit ähnlich ist. Diese Flüssigkeit weist einen hohen Gehalt an Photonen oder Lichtpartikeln auf.

 

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und sanftes Dehnen sind sehr hilfreich für die Gesundheit der Faszien. Zu schnelles oder zu starkes Dehnen macht die Faszien brüchig und es kann zu Entzündungen im Gewebe kommen, die für die Genesung kontraproduktiv sind. Bewegen wir unseren Körper weniger als 20 Minuten am Tag, entstehen starke Stauungen im Bindegewebe.

 

 


Solche Stauungen oder fasziale Blockaden entwickeln wir überall in unserem Leben, beginnend mit der Geburt bis zu körperlichen und emotionalen Verletzungen, welche unsere Muskeln anspannen lassen und die sie umgebende Faszie wird dadurch eingeschränkt und hart. Diese Muskelanspannung passiert wenn wir uns am Knie stoßen, den Knöchel stauchen, Angst erfahren, Stress erleben  und vieles mehr.

 

Verhärtete Faszien blockieren die optimale Versorgung der Muskeln, Organe und Zellen unseres Körpers und es kommt zu Funktionsstörungen wie Muskelkrämpfen, Kopfweh, arthritische Symptome, unzureichende Versorgung der Organe, Wirbeln werden aus ihrer ursprünglichen Anordnung gezogen und es kommt zu Bandscheibenbeschwerden - um nur einige Auswirkungen zu nennen.

 

Die meisten von uns haben fasziale Einschränkungen, die seit Jahren angewachsen sind. Die Ursache für chronische Symptome, die sich trotz guter ärztlicher Behandlung und Therapie nicht auflösen, ist zu einem wichtigen Teil in einer jahrelang anwachsenden Faszienspannung zu finden.

 

 

BOWEN und die Faszienentspannung

 

Die Ausübung einer leichten, quergerichteten Dehnung, so wie sie bei der BOWEN-Technik eingesetzt wird, erzeugt in den Faszien einen Impuls in Form einer geringen elektrischen Ladung, die stark heilende Eigenschaften besitzt.

 

Faszien reagieren hochempfindlich auf elektrische Ladung und können Impulse sehr schnell weiterleiten (wesentlich schneller als das Zentrale Nervensystem).

 


Dan Amato, ein führender Bowen-Lehrer in Amerika, hat die Theorie aufgestellt, dass die von einem Bowen-Griff erzeugte Gewebeentspannung eine Art Welle durch den Körper erzeugt, ein sogenanntes Soliton, zu dem auch der Tsunami als wohl bekanntestes Beispiel gehört. Solitone haben die Eigenschaft, dass sie große Mengen Energie ohne Verlust über lange Strecken durch Wasser transportieren können.

 

Für die flüssigen Bestandteile unseres Gewebes ist es ein leichtes, auf Unfälle, Stürze und Operationen mit einer Unterbrechung dieser Wellenbewegung zu reagieren. Die Flüssigkeiten scheinen einzufrieren und auszukristallisieren; sie verlieren ihre Fähigkeit zu reagieren und sich zu verformen.

 

Bowen-Griffe können anscheinend, eventuell aufgrund des starken energetischen Effekts, das „Einfrieren“ von Gewebe in den betroffenen Bereichen rückgängig machen. Tom Bowen nannte dies „Freisetzen blockierter Energie“.